Archiv für November 2007

geil…

…und einer hat doch echt nach „verbrechen der stasi“ und „nolte“ gesucht und mich gefunden!

da freut man sich!

google treffer des heutigen tages:
1. „verwendung either“
2. „vwl kiffen“
3. „wieviele mitbewohner hat los angeles?“
4. „punkrock never happened“
das sind nicht nur mehr als sonst, auch scheinen die zeiten vorbei, in denen ich immer gefunden wurde, wenn jemand „inzest hund“ gesucht hat. freut mich. nicht freuen tut mich, dass grade blue&gold week ist und leute die sich nochnichtmal ihre lecturenotes leihen, weil sie angst haben, dass koennte ihre gecurvten noten druecken sich in den armen liegen wenn usc-puppen verbrannt werden. das hat mit fussball nix zu tun. auch weils um football geht.

kiffende konserven und a roaring rampage of supply

vieles ist passiert. da waere zum beispiel mein ausflug in einere unbekannte welt um die ecke. da gibt es ein haus, das aussieht, als waere es von einerm beruehmten architekten. ist es wohl auch. und die welt darin sieht aus, like punkrock never happened. dunkle holztaefelung an rund gehaltenen waenden, von denen jimmy hendrix und che guevara herablaecheln, waehrend abraxas auf vinyl laeuft – ueberfluessig zu erwaehnen, dass der plattenspieler an andy warhol gemahnt. und so sieht das ganze haus aus… es ist aber kein museum, sondern das marihuanaaroma verstroemende domizil der letzten vollblutkunststudenten. und die hippienummer nennen sie konzept. ich kann „ironisch gebrochen“ ja eh‘ nicht mehr hoeren, aber so konsequent zu sein, dann auchnoch nach patchuli zu riechen, das hat mir schon fast respekt eingefloesst. ausserdem war es schoen mal wirklich rauszukommen, nicht nur geografisch sondern in dem fall fast historisch… in ebenjenem konzeptkunstwerk waren wir versammelt um ein konzert auf dvd zu gucken und rotwein zu trinken. ich hab das ohne ironische distanz gemacht
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was zum naechsten punkt fuehrt. wer elektronische musik mag, oder einfach glaubt, das es sowas wie wirklich gute, duestere audiovisuelle kunst gibt, die weder borderline noch gothmist ist. muss unbedingt „the knife“ checken. einfach auf youtube gehen und angucken. man sollte aber vielleicht jemanden haben, der einen danach in den arm nimmt, vor allem wenn man „n.y. hotel“ guckt (musikalisch eher schlecht, aber wie „marble house“ ein wenig emotional intensiv)
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das groessenwahnsinnige projekt die interne unmoeglichkeit der vwl als wissenschaft aus der vwl selbst zu erklaeren, laesst sich bis jetzt in folgenden thesen zusammenfassen:
1. es gibt die nachfrage als nutzenfunktion nicht. was die nachfragekurve zeigt ist ein machtverhaeltnis das in der unterschiedlichen kapitalausstattung der nachfrager begruendet liegt. das kann man selbst aus der nutzenwerttheorie erklaeren: die nachfrage nach einem bestimmten gut ist die ableitung der nutzenfunktion des geldes.
2. es gibt die angebotskurve , aber sie bestimmt sich voellig anders als ueber „verschiedener preis-verschiedene nachfrage“ vielmehr ist und bleibt der preis auf lange sicht die summe aus produktionskosten und durchschnittlichem profit.
3. ernstgenommen fuehrt die subjektive-nutzen-wert theorie der neoklassik also in die voellige leere, sie selber zerschneidet das band zwischen nutzen und preis. der wert konstituiert sich auch hier ueber arbeit. gesellschaftlich-objektiv.
4. das aber bedeutet: der ganze ethische kern der vwl ist fuer den arsch. es gibt keine nutzentheorie.
jedem der mir jetzt erzaehlt, das haette marx auch schon gewusst kann ich nur sagen: stimmt. aber erstens hat der das nicht mit dem begrenzten instrumentarium der vwl versucht, war ausserdem aelter und zu guter letzt: lasst mich doch auch mal was rausfinden. denn das ich da rauskommen wuerde, wusste ich vorher nicht.

am wochenende hatte ich allen grund mich in eine ersatzrealitaet zu fluechten. das projekt das mit „der wahnsinn der das wissen macht“ eingelaeutet wurde, hat mittlerweile vier seiten auf englisch, kein ende in sicht, no verwendung either. aber das ich es mal schaffen wuerde 20 buecher an einem wochenende zu konsumieren, das haette ich auch nicht gedacht. gelohnt hat es sich allein fuer die kapitelueberschriften in einigen buechern:
„the psychopathology of equilibrium theories – how economics fly over the coocoos- nest“
„horses without riders – neoclassical economics in outerspace“
oder um den herrn marx, den ich mit viel freude mal wieder gelesen habe zu zitieren:
„Es ist zwar kein Hebräisch, mit Verlaub des Herrn Proudhon; aber es ist die Sprache dieser reinen, vom Individuum getrennten Vernunft. An Stelle des gewöhnlichen Individuums und seiner gewöhnlichen Art zu reden und zu denken, haben wir lediglich diese gewöhnliche Art an sich, ohne das Individuum.“

ein riesenspass

den man sich nicht entgehen lassen sollte, wenn man des englischen maechtig ist…
http://www.buttafly.com/

der wahnsinn der das wissen macht

konfrontiert mit der volkswirtschaftlichen theorie bekommen die meisten leute, die noch nicht tief genug drinstecken das kotzen. die gruende dafuer sind meist ein undefiniertes unbehagen das ausbuchstabiert meistens in eine der folgenden kategorien faellt:
1. so darf man nicht denken, du gefaellst dir doch auch nur in der rolle des arschlochs oder?
2. so sind menschen doch garnicht. nicht so rational, schon garnicht allwissend und manchmal sogar ein bisschen altruistisch.
3. das ist doch ein glasperlenspiel das mit der realitaet nix zu tun hat. ihr hohepriester.
alle diese einwaende sind irgendwie berechtigt, haben allerdings die schwaeche dass sie die form und nicht den inhalt der vwl treffen (nicht das ich das man das trennen koennte, aber der inhalt uebersteht so manchen formwandel). und so endet eine diskussion mit einem oekonomen auch meist sehr unbefriedigend mit der einsicht, dass der wohlstand doch auch fuer die armen steigt, grade wenn man dem markt freien lauf laesst (vielleicht erst nach jahrzehnten, aber geschichte kills, das ist nun mal so) und dass alles andere naiv oder egozentrisch ist.
in der tat hat die vwl ueber die letzten 150 jahre einen beeindruckenden begriffsapparat geschaffen, der ziemlich genau vorhersagen kann, was er misst. und was er nicht vorhersagt ist auf exogene schocks zurueckzufuehren. hintergrund dieser rasanten entwicklung, die ziemlich ueberraschend ist, wenn man in betracht zieht, dass die vorgaengerin der vwl, die „politische oekonomie“ nach adam smith fuer beinahe 100 jahre die wissenschaft des unheils bespottet wurde, weil von malthus und ricardo bis zu marx eigentlich jeder der was auf dem kasten hatte, irgendwie zu einem katastrophalen oder doch eher nuechternen ausblick kam, was die zukunft des kapitalismus anging. was war passiert?
die vwl hat still und leise einen der kernbestandteile der alten poloek ueber den haufen geworfen. eine ware ist in der vwl soviel wert, wie jemand dafuer zu bezahlen bereit ist, unter der vorraussetzung dass das die kosten deckt. (deswegen gibt es in der freien marktwirtschaft keinen mangel: wer es sich nicht leisten kann, fragt es nicht nach. deswegen gibt es keine arbeitslosigkeit: fuer limes 0 finden alle arbeit, oder verhungern halt. aber so zynisch sind selbst oekonomen selten. zumindest bei offenen tueren). was aber das wirklich fantastische ist, ist, das keine planung noetig ist, weil der preis alle informationen beinhaltet, die man benoetigt um produktion und konsumption zu harmonisieren und langfristig zu harmonisieren.
der fehler ist so offensichtlich, das man ihn nicht sieht, waehrend man ihn macht: die aggregierung aller subjektiven beduerfnisse scheint zwar plausibel, denn wer weiss besser wieviel mir etwas wert ist als ich selbst und so erfahren wir dann gleich, wieviel es der gesellschaft im schnitt wert ist. und wenn wir das dann ernstnehmen, dann koennen wir auch saetze wie diesen schreiben, den ich heute in einem lehrbuch las, dass sonst uebrigens garnicht so uebel ist:
„…if wealth increases we should expect a increasing demand for oil as well. As a short overview on the structure of prices shows, (grafik) WEALTHIER PEOPLE PREFER TO LIVE IN WARMER HOUSES…“ ach so. allgemein ziehen es reichere leute uebrigens auch vor, genug zu essen zu haben. arme leute hingegen ziehen kleine, zugige bruchbuden vor. sowas wuerde schlechte laune machen, wenn man nicht prinizipiell schon ein wenig abgestumpft waere (erwachsen, in der alltagssprache).

gemischte und abgelaufene mangelwaren

1.)wahrnehmung/ereignis/abenteuer
wenn man zizek liest und sich zur selben zeit in einem fernen land aufhaelt und viele aufregende dinge tut, dann draengen sich so ueberlegungen auf. ich hab sogar den satre nochmal rausgekramt und den teil aus das sein und das nichts nochmal gelesen, in dem es um die inkompabilitaet von erlebnis und ereignis geht… aber damit will ich hier keinen belaestigen. aber damit worueber man so stolpert, wenn sich das gehirn durch den assoziativdschungel und blaetterwald kaempft, damit kann ich vielleicht dem einen oder der anderen freude machen:
(gefunden in slavoj zizek, die tuecke des subjekts) treffen sich zwei behavoristen. sagt der eine: wie gehts mir? antwortet der andere: gut – und selbst?
(erlebt: heute) wenn man sich trifft um einen flug nach new york zu buchen, dann fuehlt man sich schon ganzschoen jungdynamisch. wenn die andere person dann nur zehn minuten zeit hat, weil sie jetzt gleich ne videokonferenz hat und man sich deshalb darauf einigt sich via skype zu verstaendigen, weil man der handyverbindung zwischen las vegas und san diego nicht traut, dann will man sich vor lauter abenteuer jetlag fast nen anzug kaufen. so stimmt die geschichte allerdings nur reflexiv. waehrenddessen ist es einfach anstrengend und man haette doch so gerne einfach mehr zeit.
(vorsicht, ironische distanz! wiedergefunden und mich gefreut):
„Die Band steht in der Ecke
und sie spielen wieder Punkrock
gegen den Klassenfeind
und fuer den revolutionaeren Block
die anderen haengen auf dem Fenstersims
und warten weiter auf die Naziskins
doch ich moechte eine Freundin
ich moechte lieder ein Maedchen kennen
lernen.“

2.)waehrend man sich ziemlich kreativ und originell vorkommt, wenn man auf einer hinterhofkuenstlerparty (im doppelten sinne. also die party war auf einem hinterhof, die kuenstler sind es allerdings zumindest metaphorisch auch) mit einem haufen euphorisierter menschen darueber spricht, eine elektroband zu gruenden welche die deadkennedys covert und sich oder das erste album „clubbing in darfur“ zu nennen, erschliesst sich einem am naechsten morgen dieser insiderwitz selber nicht mehr so richtig.

3.)in einem anflug von heimweh gestern harald schmidt auf youtube gesehen. lustiger isses mit pocher ja nun nicht. aber die dialektische bewegung des konservatismus ist schon beeindruckend: der ach so abgebruehte zyniker der alles durchgehen laesst, nur halt keinen formfehler findet in dem personifizierten formfehler genau das pendant das er brauchte um so richtig freizudrehen… und die sich bildungsbuergerlich gebende feuilletonsuppe findet es entweder „erfrischend“ oder beklagt den niveauverlust. dass schmidt aber genau das selbe redet wie vorher, scheint keinem aufzufallen. konnte man ja vorher, um mal wieder zizek zu paraphrasieren, nicht wissen: dass man es schon immer scheisse gefunden haben werden muss .

4.) schoene saetze: „manchmal muss einem das bafoeg halbiert werden, damit man merkt, was man sich alles nicht leisten kann“ zeugt zumindest von humor. und von dem trotzigen willen dieser sauerei nicht auchnoch einen sinn aufzubuerden. deswegen musste ich diesen satz aus einer schoenen postkarte auch hier zitieren.

5.) trauriges vom nebentisch: „warum rufst du mich denn jetzt an? ich lasse deine mails bestimmt nicht aus versehen unbeantwortet“

6.) bei den kackposttarifen hier gibts ein paar weihnachtsgeschenke eben erst wenn ich wieder da bin. also v.a. die avantgardistischen stahlskulpturen.

l‘art pour la farce

wenn man eine uni wie die hiesige besucht und in ein netzwerk internationaler studierender eingebunden ist, die versuchen so viel wie moeglich aus ihrem aufenthalt hier heraus zu holen, dann wird man auf sehr viele „events“ aufmerksam. nach langen ueberlegungen (meistens: hab ich was anderes vor) entschliesst man sich dann hinzugehen oder halt nicht. nun stand neulich florian henckel von donnersmarck auf der gaesteliste des „german departments“. veranstaltungen des german dpartments haben den vorteil, dass man mit essen und allerlei aufmerksamkeit bedacht wird, wenn man sie besucht. da ich irrtuemlicherweise, keine sau weiss warum, den namen mit „herr lehmann“ in verbindung gebracht hatte, entschloss ich mich also, mir die veranstaltung anzusehen.
publikum ganz nett, cookies lecker, falscher film auf der leinwand: das leben der anderen.
mein mitbesucher ueberredete mich dennoch zum bleiben: ich kenn den, der ist ziemlich intelligent und der kann doch nichts fuer seine rezensenten… da ich mich der debatte um den film weitestgehend entzogen hatte, entschloss ich mich dann auch tatsaechlich seinem vortrag zu lauschen. etwas grobschlaechtig aber gewinnend laechelnd bestieg der star des tages das podium und berichtete von seinen amazing erfahrungen rund um die oscar verleihung. aber dann. die fragen aus dem publikum gutgemeint. die antworten auch. und gemeinsam entfalteten sie ein atemberaubendes schauspiel einer denkfigur die man postnoltismus nennen sollte. nach stunden der hoehepunkt:
kann man die stasi mit der gestapo vergleichen?
nein, ich denke nicht (sehr gut! jubelt mein innerer zuhoerer, doch nicht alles verloren!). hoechstens insofern, dass es zwei geheimpolizeiapperate waren, die nicht verstanden haben, wie eine demokratie funktioniert (ratlosigkeit des inneren beobachters. woher will er das denn wissen? weil anders als beim bnd der oertliche ermittler nicht direkt gewaehlt wird?). aber jeder weitergehende vergleich muss notwendig scheitern, oder die stasi als eine art niedliche gestapo darstellen (auch wenn ich stark bezweifle, das die stasi niedlich war, aber prinzipiell ja nicht falsch, nur ziemlich ungluecklich ausgedrueckt). die beiden haben voellig unterschiedlich gearbeitet. die gestapo hat knochen gebrochen, die stasi seelen. dass muss man deutlich machen, um die spezifische grausamkeit der stasi zu verdeutlichen. ich persoenlich glaube, dass es weitaus schlimmer ist, dem menschen die seele zu brechen als die knochen (bumms. innerer betrachter tot).
das ganze war, sonst geht das ja nicht, in eine lange erzaehlung ueber wissenschaftliche untersuchungen zu dem thema eingebettet. und mit einer unglaublichen penetranz wurde jedes mal aufs neue deutlich, das sdie entscheidung nicht auf tatsachen angewiesen ist: in jedem vergleich wurde deutlich, dass die stasi eben nicht die kleine gestapo war, dass dieser vergleich einfach sinnlos ist, weil er die grauen des nationalsozialismus verharmlost oder am gegenstand vorbeigeht. und am ende steht die unausgesprochene feststellung: eigentlich war die stasi schlimmer. nolte hat wenigstens noch die toten gezaehlt.
die beschwichtigung meines begleiters: geniess doch den film, er ist halt ein kuenstler… hat das wort kuenstler in meiner persoenlichen beleidigungshitlist ein paar raenge nach oben katapultiert. ich habe mir den film nichtmehr angesehen.

kurzer beitrag in eigener sache #3

ich fahr gleich an den strand. weil es regnet und ich mir vorgenommen habe herbst zu spielen. dennoch moechte ich auf ein paar kleinigkeiten hinweisen:
1. wenn man hier kommentiert und eine url angibt die man sich so ausdenkt, dann sollte man vorher mal checken, was sich dahinter verbirgt: gardel, you are my permanent connection to some kind of creepy dating-site, maybe you should switch your phantasy url. if i should be connected to any dating sites i would prefer „elite partner“ now that goettingen is officially considered „eliteuni“ as well…
2. ich freu mich ueber fanpost. wer auch immer sich allerdings bemuessigt fuehlte mich nach meinem letzten beitrag anonym darauf hinzuweisen, das nordkorea eine fiese diktatur mit einem hundsgemeinen obermacker ist, der sollte sich in zukunft an den economist wenden. ich wuerde selber niemals auf die idee kommen mich ueber sowas lustig zu machen. das sind diese liberalen. denen ist nix heilig.
3. wenn man morgens auf dem campus dem sudan begegnet, dann ist model un meeting. overdresste streber die einem erzaehlen, das krieg nicht so gut ist. denen widme ich nochmal nen extrabeitrag. lustig ist allerdings suedkorea zu fragen, wo es seine bessere haelfte gelassen hat. bevor ich jetzt wieder post kriege: siehe oben.

sun, sex and stalinism


der economist ist mit abstand die welteffektivste zeitung. eigentlich braeuchte dieser laden nochnichtmal eine rechercheabteilung. was geschrieben wird, passiert – und nicht andersherum. deswegen ist es als econ-student leider voellig unumgaenglich sich diese exzesse des liberalen siegestaumels woche fuer woche durchzulesen. nun ist die zeitung verhaeltnismaessig ansprechend gestaltet und die artikel auch nicht so langweilig wie die mehrzahl der themen. der economist der letzten woche hat mir mit der ueberschrift des artikels ueber nordkorea sogar ein laecheln aufs gesicht gezaubert. irgendwer sollte tshirts drucken wo das draufsteht.
zu einem lachen gesteigert wurde das laecheln dann uebrigens vom ersten satz.
„Sun, sex and Stalinism
GLOBAL capitalism has worked many wonders, but where in the free world can one see 10,000 children dancing in synchronisation, dressed as eggs?…“(mehr unter: http://www.economist.com/world/asia/displaystory.cfm?story_id=10064630)
erkenntnisgewinn ist nicht zu erwarten, aber ich hab ja auch keinen bildungsauftrag.

mein wochenende wird toll. leider hab ich gestern nicht realisiert, das es erst heute anfaengt und micht dementsprechend zerlegt. notiz an mich selbst: weniger seminare mit anwesenheitspflicht belegen. nach zweieinhalb stunden schlaf zu franzoesisch gehen, ist nicht wirklich eine effektive form des lernens. so garnicht.

der film „holy mountain“, gedreht in den siebzigern, finanziert von john lennon und erdacht von einem mexikanischen regisseur ist furchtbar. was schockierend – poetisch daherkommt, ist in wirklich keit moralinsaurer newage bloedsinn. den film also nicht angucken. sollte man trotzdem das beduerfnis haben, ganz schrecklich avantgardistische filmstudenten zu beeindrucken, kann man einfach mein review lesen, das ich das wochenende noch schreibe. weil ich a) irgendwie meinen ekel aus dem kopf kriegen muss und schreiben erfahrungsgemaess eine gute therapie ist
b) der menschheit den dienst eines abschliessenden urteils ueber dieses furchtbare machwerk erweisen will. ein fuer allemal muss mit dem irrtum aufgeraeumt werden, sowas sei „interessant“

wer ein gutes buch lesen will, sollte sich folgendes zulegen:

kurzweilig und einfach toll. saetze wie der folgende z.b.: „…Ein paar Strassen weiter, Unter den Linden, ereignet sich die leibhaftige Dialektik des Denkens im Zeitalter seines Verbots. Im Hoersaal steht ein Mann, dem das Leben-Schmecken-Sehen-Fuehlen allenfalls als eine untere Ebene des Bewusstseins gilt. Genau wie das Leben nur eine untere, leider unabdingbare Voraussetzung des Denkens ist. Er hat auch ein Buch darueber geschrieben, es heisst „die Phaenomenologie des Geistes“ und es handelt davon, wie Gott denken wuerde, wenn er denken koennte…“ das buch ist das ideale komplement zur tasse tee und dem herbst den ich nicht habe.