weises zum mittwoch

in der schoensten aller staedte belaestigte mich doch wieder eine menschengattung, der ich bereits einen text gewidmet hatte. damals allerdings noch nicht wissend, dass der gegenstand der eroerterungen der apologeten des weltunterganges im englischen eine recht schoene und obendrein noch reimende bezeichnung traegt „gloom and doom“. doch nicht deshalb schreib ich diese zeilen, sondern um mit peter hacks ein zweites mal zu sagen, was nicht mehr gesagt werden muessen sollte:

Im Zwiebelbeet

Man hoert sovieles Haessliche erwaehnen.
Mal schlaegt es diesen, und mal trifft es jenen.
Wer leugnets denn? Es kann auch uns erwischen.
Der Taetige beschaeftigt sich inzwischen.

Doch ward es Brauch, mit Greinen und mit Keifen
Dem ungewissen Unheil vorzugreifen.
Verwuenschter Zeitgeschmack. Ich seh sie dauernd,
Als ob die Welt nicht schlimm genug waer, trauernd.

Das gibt sich lustvoll auf und gern verloren.
Das haelt nur Aussichtslosestes fuer wahr.
Das waer am allerliebsten nicht geboren.
Ich mags nicht einsehn. Schon im dritten Jahr
Sitz ich in meinem Garten mit Behagen
Im Zwiebelbeet. Und sollte mich beklagen?

morgen geht es dann wieder zurueck nach los angeles. ich freu mich drauf. zudem ist mir heute aufgefallen, dass mehr als ein drittel meiner zeit hier schon verronnen ist. ein seltsames gefuehl, denn irgendwie ist das keine zeiteinheit. dreimal bis jetzt? das ist nix. oder fuer immer. je nach gemuetslage sagt man eben: ich bin doch kaum hier, oder: ohne euch soll ich das nochmal doppelt so lange aushalten. aber mit sowas will ich keinen belaestigen. aber etwas anderes moechte ich euch naeher bringen: ihr solltet alle aethiopisch essen gehen. das ist kein zynischer hinweis darauf dass ihr fett seid, sondern eine echte empfehlung. lecker. und (zumindest hier) garnichtmal so teuer.bon appetit!