eine voellig neue theorie der zeit.

wenn man in seinem bettchen sitzt und unanstaendiges tut, wie z.b. an einem samstag abend ueberhaupt in seinem bettchen zu sitzen und obendrein noch ganz unnoetigerweise vor sich hin zu husten, dann hat man zeit ueber so manches nachzudenken. weil aber selbst der erbaulichste und moralisch hochwertigste gedankengang irgendwann lanweilig wird, hat man dann die zeit, sich mit unfug zu beschaeftigen. warum, fragte mich zum beispiel gestern jemand, habe ich eigentlich immer soviel zeit. zeit die man darin investieren kann, neue helden zu finden,
and i loved it
sich mit den hoehen und tiefen der alltagskultur auseinanderzusetzen, anderen dabei zu zu sehen, wie sie mit dem boesen ringen oder eben doch einfach selber quatsch und briefe zu poduzieren, oder eben zu lesen
woher aber nun diese zeit? ein voreiliger leser mag nun denken, der junge ist eben voellig faul und zu nichts gebrauchen, was ja nun auch nicht komplett von der hand zu weisen ist. aber als erklaerung kann das nicht ausreichen. denn faulheit, diese wundervolle subjektive eigenschaft, veraendert ja nix an der verfuegbarkeit von zeit, und wenn dann eher nachteilig. auch das ich eben keinem gutgemeintem ratschlag folgte, doch lieber arbeiten zu gehen, oder doch mal was aus mir zu machen, mag zwar erklaeren, warum ich morgens manchmal den wecker ausstelle, aber das macht ja auch nicht mehr zeit in den tag. wie also, soll man dieses vertrackte raetsel loesen? im siebzehnten jhdt. fand ein moench eine schoene antwort auf das bis dahin ungeloesten scholastische dilemma, ob gott einen stein schaffen koenne, der fuer ihn zu schwer zu heben sei (wenn nein ist er nicht allmaechtig, wenn ja dann auch). gott schaffe einfach zwei spaeren, in der einen koenne er sich dann entscheiden ihn nicht heben koennen zu wollen. das ist gut und schon fast ein ansatz. nur moechte ich ja so ungern mit der zeit gehen. dementsprechend gott gerne aus der erklaerung aussparen. einfach weil das so schoener ist. und dann soll noch ein bisschen knallbumm und wissenschaft da rein. und verstehen soll es keiner, aber alle sone ahnung haben. und da fiel es mir wie schuppen von den augen: relativitaetstheorie !
dadurch, dass ich zu den hochgewachseneren zeitgenossen gehoere, mein kopf also weiter vom erdmittelpunkt entfernt ist, als der der meisten meiner mitmenschen, ist meine geschwindigkeit im raum hoeher. dadurch vergeht die zeit fuer mich aber relativ langsamer, was mir zeit verschafft mich mit dingen auch von seiten beschaeftigen kann, die nun wirklich keiner sehen will!
auch isaac newtons aussage, er haette nur so weit sehen koennen, weil er auf der schulter von riesen stand, bekommt so einen neuen metaphorischen sinn. und wo sitzt er auf dem bild, wenn ihm der apfel auf den kopf faellt? auf einem huegel. hatte er also viel mehr zeit sich ueber den fall gedanken zu machen, als jemand, der, in der niederung sitzend, vermutlich nur geflucht haette. weils ja auch weh tut. die kindheit vergeht dann auch deshalb wie im fluge weil man da auch noch klein ist. alle beschaeftigungen im liegen kommen einem kurzweilig vor weil sie in bodennaehe verbracht werden, waehrend krankenhausbetten fuer gewoehnlich voellig unnoetig hoch sind. und welche univorlesung geht nicht schneller vorbei, wenn man den kopf auf das pult legt und schlaeft? eben. und wenn man zeit verbringen will, dann doch am liebsten am meer. da wird einem naemlich nicht langweilig. warum es aber leute gibt, die im urlaub in die berge fahren, bleibt ein raetsel. vermutlich sind es einfach langweiler. oder es hat was mit gottes parallelsphaere zu tun.
hah, wieder ein weltraetsel geloest.