sonnenuntergang…

…manche sind obama- kampagnenhelfer und halten vortraege ueber die entwicklungsmoeglichkeiten des kosovo waehrend wesley clark im publikum sitzt. diese universitaet bietet wirklich erstaunliche karrieremoeglichkeiten, wenn es darum geht sich so richtig hochkant ranzuschustern und man richtig was veraendern will. die ganze tragik des besseren menschen, der sich bevorzugt als europaeer bezeichnet, wird so richtig urkomisch wenn er sich mit einem „change we can believe in“ (der slogan an sich ist nichts verwerfliches, wahlkampf eben. und in der jetzigen situation hat er ja auch einen verstaendlichen botschaftaspekt. eben ein „echter wechsel“ soll es sein. getragen von dem jusofoermigen europaeischen wahlkampfhelfer wird er aber richtig traurig. wer will schon einen wechsel an den solche graulinge „glauben“ koennen? der ist entweder keiner, oder richtig schauerlich) button und einem „hope“ tshirt bewaffnet um den gemeinen amerikaner ueber sein eigeninteresse aufzuklaeren (dem er dann auch gerne mal rassismus unterstellt wenn er die frau waehlt, aber so ist er, unser weisser heterosexueller europaeer, der bis jetzt doch jedes mal einen marginalisierten gewaehlt hat). oder dem mann, der die endgueltige zerschlagung jugoslawiens ueberwachen soll, vortraegt, wie man das einigermassen sauber zu ende bringt und serbien in die eu. ich habe heute im bus gesessen, aus dem fenster gesehen und bob dylan gehoert. ein buch gelesen und mich in der sonne am meer auf meine klausuren vorbereitet indem ich grosse mengen kaffee konsumiert habe und dabei mein buch auf dem schoss hatte.
dann war ich in einem cafe einen rotwein trinken und habe versucht, jemandem die schoene dendemann-zeile „gegensaetze ziehen sich an, gemeinsamkeiten aus“ zu uebersetzen, was ich aber recht schnell aufgegeben habe. einig waren wir uns aber, wie verdammt schwierig es ist, in anbetracht der wichtigkeit fuer die weltpolitik, die einem fuer die aufopferungsvolle selbstlosigkeit eines mckinsey praktikums und die praktische mitarbeit an der jeweils aufregensten sauerei geboten wird, nicht arrogant und/oder neidisch zu werden. uneinig darueber, ob man eben auch bescheiden fernbleiben kann. aber der erloesende satz war doch: „es waer mir auch einfach zu viel arbeit“. und dann nickten wir wie alte maenner und frauen und sagten noch manch weltweises, bevor wir in gelaechter ausbrachen. denn eines sollte man wissen: dieses quarter ist um welten besser als das letzte.


2 Antworten auf „sonnenuntergang…“


  1. 1 hey 12. Februar 2008 um 10:29 Uhr

    schon wenn man arbeit physikalisch zusammensetzt, schließen sich derartige „Aktionen“ aus, hihi

  2. 2 m. 12. Februar 2008 um 20:10 Uhr

    deutschland scheint ja allgemeiner obama-fan zu sein. ich glaub ich find mccain gut. das ist n weißer alter reicher mann. mal was neues. immerhin scheint jenseits des großen teiches das wort kosovo wenigstens noch in den mund genommen zu werden.
    dylan ist übrigens gott. aber das weißt du schon. mary ann ist mein neuer hit. dicht gefolgt von you‘re gonna make me lonesome when you go. aber es gibt auch lieder ohne abschied und so, die gut sind :-) z.b. when the ship comes in… ok, essayieren muss warten, jetzt wird dylan gehört.

Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.