getoese, gekroese und ein abend im cafe


leise sei es geworden in der lauten stadt, so hiess es ueber mein schweigen der letzten wochen. das ist so nur bedingt richtig. hin und wieder scheint es eher als ob das gebruell der stadt einen in eine art filmstarre versetzt, in der es still wird- schoen waere es doch an dieser stelle auf „you are like a hurricane“ von neil young zurueckzugreifen… nachdem in einer leicht verstoerten diskussion herausgefunden wurde, das eben jener, also you, also der hurricane, eben kein cum sondern calm in den augen hat. das ist nicht nur weniger obszoen und poetischer, das wuerde auch passen, wenn der punkt nicht waere, das die ruhe im auge des sturms viel zu zentral ist. bei aller ichbezogenheit, die zu verheimlichen ja ziemlich laecherlich waere, wenn man einen blog betreibt- los angeles dreht sich nicht um mich, egal wie sehr ich da die schnauze halte. auch den kraus hervorzukramen und noch einmal zu rufen: wer jetzt noch was zu sagen hat, der trete vor und schweige! ist eine verlockung der nicht nachzugeben ist: mein schweigen war ja auch mitnichten das resultat einer tieferen einsicht in die stroemung unter der brandung an der oberflaeche.
vielmehr war es das leise eklipsen unfertiger gedanken um zerissene gegenstaende, das mich zu sehr gefangenhielt. und so ist es vermutlich auch kein zufall, dass ich genau jetzt den stift wieder zur seite lege und den laptop zur hand nehme. am ende bedurfte es wohl des stresses an dem abend vor einer klausur in etwas so stumpfem wie preisbildungstheorie um mich davon abzuhalten, immerwieder zu bemerken, dass die welt den satz noch weniger braucht als ich, der ihn doch auch nur loswerden will. so gesehen sind gedanken doch ein wenig wie herumstreunende propheten: man muss sie erstmal an was festnageln um wirklich was aus ihnen zu machen. und wenn das nicht reicht dann kann man sie ja immernoch wieder hervorkramen und ihre wunden vorzeigen.
oder man goennt sich ein wenig aliceesque selbstgenuegsamkeit und vermeidet die verletztheit eines entstehenden gedanken in dem man durch den spiegel sich begehrend entzieht… so ein narzissmus ist zwar ganz falsch und ueberhaupt nicht denkbar (im wahrsten sinne des wortes) aber das getoese das einen empfaengt wenn man in die plueschgewitter der grossstadt zurueckkehrt verspricht sich wieder oefter und einem damit wieder mehr als wenn man die ganze zeit an ihm geklebt haette…


3 Antworten auf „getoese, gekroese und ein abend im cafe“


  1. 1 hey 25. April 2008 um 7:32 Uhr

    bitte, bite dieses Foto auf meine mailadresse, es ist soooo gut….

  2. 2 isegal 28. April 2008 um 15:43 Uhr

    ui. da ist jetzt aber ein bißchen unklar was du mitteilen möchtest…

  3. 3 Administrator 28. April 2008 um 19:16 Uhr

    vielleicht genau das?

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